VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Josef und Maria 06

Josef und Maria

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Josef und Maria

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

von Peter Turrini
Weiner/Kudlich/Navas
Premiere: 19. November 2014

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

Der große österreichische Dramatiker Peter Turrini begeht 2014 seinen
70. Geburtstag – das nimmt das Volkstheater zum Anlass, ihn mit zweien seiner Klassiker, die beide hier am Haus uraufgeführt wurden, zu feiern. Den Auftakt macht Josef und Maria im Volkstheater in den Bezirken, im Schwarzen Salon zeigen wir Rozznjogd.

Heiligabend, Ladenschluss. Dauerschleifenwerbung tönt aus den Lautsprechern, während die letzten einkaufswütigen Menschen aus dem Kaufhaus eilen, um Weihnachten im Kreis ihrer Lieben zu feiern. Mitten in der glitzernden Konsumwelt bleiben zwei einsame Seelen zurück: Die Gelegenheitsputzfrau Maria, von der Familienfeier ihres Sohnes ausgeladen, hofft mit Arbeit dem Alleinsein ausweichen zu können. Doch das Schicksal hat anderes im Sinn: Es stellt ihr den Aushilfswachmann Josef zur Seite. Er hat sich freiwillig zum Dienst einteilen lassen, weil ihm „alles Heilige zuwider“ ist. Resigniert und enttäuscht vom Leben reden die beiden betagten „Übriggebliebenen“, jeder für sich, aneinander vorbei. Geplatzte und bewahrte Hoffnungen, heimliche Sehnsüchte, gescheiterte Lebensentwürfe, Weinbrand und Tango sind die Ingredienzien dieses nicht ganz so „Heiligen“ Abends – doch dann geschieht ein Weihnachtswunder…

„Ich wollte kein Stück ,über‘ alte Menschen schreiben. Ich wollte ihre
Geschichten, ihre Erzählungen, ihre Erinnerungen aufnehmen und annehmen.“ (Peter Turrini)
1980 im Volkstheater mit Elisabeth Epp und Heinz Moog uraufgeführt, erlebte Josef und Maria eine Erfolgsgeschichte: In 21 Sprachen übersetzt steht es weltweit auf den Spielplänen. Wir spielen Peter Turrinis „Weihnachtsmärchen für Erwachsene“ in der Neufassung von 1999. 

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Doris Weiner
    Regiemitarbeit: Doris Happl
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Dramaturgie: Andrea Zaiser 

  • Besetzung
    Josef Pribil, Aushilfe bei der Wach- und Schließgesellschaft Pavel Fieber
    Maria Patzak, Gelegenheitsputzfrau Doris Weiner
  • Pressestimmen

    „Zu den bereichernden Erlebnissen aus Anlass von Peter Turrinis 70. Geburtstag gehört die Wiederbegegnung mit der Seniorenromanze "Josef und Maria" im Wiener Volkstheater in den Bezirken (Spielort Längenfeldgasse). Doris Weiner inszenierte einen weniger kitschigen als gefühlsechten Aufguss eines feinen Stückes.
    Für Peter Turrinis Seniorendrama Josef und Maria ist der Saal der Berufsschule Längenfeldgasse wie geschaffen. Billiger Weinbrand bildet das Lebenselixier der Gelegenheitsputzfrau Maria (Doris Weiner). Die kleine, äußerst resolut wirkende Dame verrichtet im Hinterzimmer eines Großkaufhauses ihr segensreiches Werk. Nachdem sie Kunstwebpelz und Greisinnenkostüm säuberlich im Schrank entsorgt hat, rückt sie mit knappen, sparsamen Bewegungen dem Staub zu Leibe. Frau Weiner ist auch die Regisseurin dieser kleinen, kargen, in ihren sparsamen Anmut äußerst ansprechenden Produktion. Herbeizitiert wird der Weihnachtsabend 1992. Frau Maria ist eine von Turrini mit liebevoller Sorgfalt zurechtgeknetete Verwandte von Tschechows Drei Schwestern. Wo diese, von ihren Leben ausgelaugt, wehmütig seufzen: "Nach Moskau!", da weiß Maria, die gewesene Ausdruckstänzerin, ihr Sehnsuchtsziel schon hinter sich liegen: "Tirana!" Irgendwann einmal erlebte Maria Patzak nämlich ihr Sekundenglück als reisende Artistin. Mit dem Aushilfswachmann und Bilderbuchkommunisten Josef (Pavel Fieber) entspinnt sich eine Romanze, wie sie sich kitschiger und unglaubwürdiger kaum denken lässt. Dieser Einwand zählt seit der Uraufführung von Josef und Maria 1980 nicht im Geringsten (der Autor hat das Stück später noch einmal überarbeitet). Die beiden in die Spätschicht des Lebens Verwiesenen arbeiten behutsam am Zustandekommen eines Glücks, das man sich scheut, das "kleine" zu nennen. Pavel Fieber schüttelt eine verquere Anmut aus den steifen Gelenken. Und Weiner tanzt den süßesten Tango zum Gesang von Carlos Gardel. Das muss man nicht, das sollte man freilich gesehen haben.“ (Der Standard)
     

  • Fotos
    • Josef und Maria 00 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 01 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 02 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 03 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 04 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 05 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 06 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 07 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 08 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 09 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 10 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 11 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 12 © Lalo Jodlbauer
    • Josef und Maria 13 © Lalo Jodlbauer

  • Video
    Volkstheater in den Bezirken: "Josef und Maria"

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