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Casanova reloaded

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Casanova reloaded: „Ich küsse Ihre Hand, Madame“

Spielstätte: Rote Bar

Showtime für den berühmtesten Verführer der Weltgeschichte mit dem Mozartiaden-Ensemble Gabriele Schuchter, Luca Lombardo und Luca Monti sowie Volkstheater-Schauspieler Till Firit im Raumdesign von Afrika, Afrika-Bühnenbildner Georg Resetschnig und einer erotischen Videoarbeit von Peter Weibel

19. November 2014, 21:15 Uhr

Spielstätte: Rote Bar

Sein Leben bestand aus vielen Rollen. Er war u.a. Priester, Jurist, Orchestergeiger, Theaterdirektor, Alchimist, Diplomat, Konsulent in Steuerfragen, Begründer der französischen Nationallotterie, Homer-Übersetzer, Geheimagent, Freimaurer, Bibliothekar, Romancier und überhaupt: ein exzellenter Schriftsteller. Giacomo Girolamo Casanova, Sohn einer glamourösen Schauspielerin, Libertin, Meister psychischer Spiegelungen, genialer Unterhalter in einer Gesellschaft der Intrigen und spitzfindiger Philosoph. Amoralisch aber nie unmoralisch. Süchtig nach der Beschleunigung des Augenblicks und dem Kitzel des Risikos. Die Opern- und Theaterbesuche des „Chevalier de Seingalt“ in Maske und Domino enden immer im Spielsaal irgendwo nebenan. Zwar brilliert er als Chronist einer dekadenten untergehenden Epoche, dennoch ist der Cavaliere aus Venedig seiner Zeit voraus: Ein „global player“, der an den großen Höfen Europas, mit Katharina der Großen, Ludwig XV., Friedrich dem Großen und Joseph II. parliert, Voltaire und Rousseau kennt, Winckelmann trifft und mit Da Ponte befreundet ist, Millionen gewinnt und alles verliert. Ein James Bond auf der Flucht – vor Feinden, Gläubigern, Frauen. Seine Einstellung ist im 21. Jahrhundert noch nicht angekommen: „Das Dasein ist köstlich. Man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.“

Die Rote Bar wird zum Spielsaal des Theaters seiner Zeit. Gegen den Strich gebürstet, jongliert das Mozartiaden-Ensemble mit Splittern aus Casanovas Memoiren. Ausgelassen und unerwartet verbindet es die Leidenschaft hinter den Masken mit einem Streifzug durch die dekadent-verführerische Parallelwelt der Musik – von Don Giovanni über Tango Argentino, Europa der Jahrhundertwende, Operetten und Chansons der 1920er-Jahre bis zu den 1970er-Jahren der Rolling Stones.

 

Ob im Alltagsdress, verkleidet oder in Abendrobe: Lassen Sie die Rote Bar mit uns zum Casino-Salon aufleben. Seien Sie geheimnisvoll und wenn Sie Lust haben, bringen Sie Ihre Lieblingsmaske mit!

 

Venezianische Augenmasken können Sie auch an der Abendkassa gegen eine Gebühr von € 10,-- ausleihen.

 

Mit

Gabriele Schuchter (Text, Sopran, Cello)

Luca Lombardo (Tenor, Violine)

Luca Monti (Klavier)

Till Firit (Text)

 

Bühnenbild: Georg Resetschnig

Künstlerischer Berater: Karl Baratta

Video-Arbeit: Peter Weibel (Venus im Pelz, 2003)

Konzept: Sibylle Fritsch

Assistenz: Jelena Mladen 

 

Roulettekessel: Leihgabe der Österreichischen Lotterien

 

Mit Dank an die Kostümwerkstätten und die Werkstätten Unterwaltersdorf für ihre Unterstützung!

 

Weitersagen:

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  • Regie und Ausstattung

    Bühnenbild: Georg Resetschnig

    Künstlerischer Berater: Karl Baratta

    Video-Arbeit: Peter Weibel (Venus im Pelz, 2003)

    Konzept: Sibylle Fritsch

    Assistenz: Jelena Mladen 

  • Besetzung

    Mit

    Gabriele Schuchter (Text, Sopran, Cello)

    Luca Lombardo (Tenor, Violine)

    Luca Monti (Klavier)

    Till Firit (Text)