VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

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Spiegelgrund

Spielstätte: Haupthaus

von Christoph Klimke
Uraufführung
Premiere: 4. September 2005

Spielstätte: Haupthaus

In der Wiener Jugendfürsorgeanstalt und Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund" fielen zwischen 1940 und 1945 mehr als 1000 Kinder als „unwertes Leben" dem Kinder-Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer. Sie wurden im Namen von Wissenschaft und Forschung für medizinische Experimente missbraucht und getötet. Die Täter von damals machten nach Kriegsende erneut Karriere und fungierten,von den Parteien unterstützt, sogleich wieder in hohen Ämtern. Die sterblichen Überreste ihrer Opfer konservierten sie, um an den Gehirnen der „Geisteskranken" Forschung zu betreiben.

Zwischen Fakt und Fantasie hält Spiegelgrund dem Staat Österreich, der viel zu spät mit der Aufarbeitung dieser Geschichte begann, den Spiegel vor. Wie haben die Parteien versucht, nach Kriegsende Geschichte zu verdrängen und zu verfälschen? Wie haben sie versucht, den Tätern zu helfen und die Opfer zu vergessen?

Spiegelgrund erzählt die Geschichte der Opfer.Was waren die Träume und Albträume der Kinder? Wie sah ihr Alltag aus? Welchen Qualen wurden sie ausgesetzt? Was wussten sie von ihrem Schicksal? Und welche Hoffnungen blieben ihnen? Das Leben der Kinder vom Spiegelgrund - Opfer eines zynischen Systems - steht im Zentrum dieses Abends; und zugleich geht es um die Frage nach der Bewertung von „Ballastexistenzen", Menschen, die unsere Gesellschaft ausschließt, sobald sie zur Wertsteigerung und Gewinnmaximierung nicht mehr beitragen.

Spiegelgrund stützt sich auf Fakten und Aussagen der Überlebenden von damals.

Ihnen ist dieser Abend gewidmet.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Johann Kresnik
    Bühne: Bernhard Hammer
    Kostüme: Marion Eiselé
    Musik: Hans Rotman
    Licht/Video: Jo Schramm
    Dramaturgie: Christoph Klimke, Hans Mrak
    Musiker: Georg Wieland Wagner

    weitere Musiker: Monique Krüs (Sopran), Herbert Otahal (Harmonium, Celesta, Klavier), Gerhard Preinfalk (Es- und Bassklarinette), Marie Spaemann (Violoncello), Gudrun Vercampt/Sara Glombitza (Violine) Georg Wieland Wagner (Percussion)

  • Besetzung

    Karl Fuchs 

    Andreas Seifert

    Anna  

    Silvia Fenz

    Felix  

    Wolf Dähne

    Hubert  

    Andy Hallwaxx

    Walter  

    Günther Wiederschwinger

    Oskar  

    Thomas Bauer

    Friedrich / Dr. Vogt, Gutachter  

    Paul Matic

    Franz Ludwig / Fuß, Erzieher  

    Christoph F. Krutzler

    Anton / Dr. Sennekohl, Gutachter  

    Erwin Ebenbauer

    Eva / Wiebke Gross  

    Susa Meyer

    Therese / Dr. Schiller, Gutachterin / Mutter von Karl  

    Beatrice Frey

    Irene / Frau Krenek, Lehrerin /

    Mutter von Franz Ludwig  

    Johanna Mertinz

    Dr. Heinrich Gross  

    Rainer Frieb

    Schwester Waltraud  

    Claudia Sabitzer

    Pfleger Kurt  

    Werner Prinz

    Tote Kinder  

    Viktor Krenn, Peter Münstedt, Doris Nekvasil,

     

    Karl Raunig, Friedrich Nekvasil, Anton Slaby,

     

    Peter Stukhard, Kurt Weingrill

    Percussion  

    Georg Wieland Wagner

     

    Kinder im Video Paul Hofbauer, Leon Pöllinger

  • Fotos
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
    • Spiegelgrund © Thilo Beu
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