VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Geschichten aus dem Wiener Wald

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Geschichten aus dem Wiener Wald

Spielstätte: Haupthaus

Musikalisches Volksstück in 3 Teilen
von Ödön von Horváth
Premiere: 7. März 2008

Spielstätte: Haupthaus

Eine stille Straße im 8. Bezirk. Marianne ist von ihrem Vater,dem Besitzer des Spielwaren- und Scherzartikelgeschäftes „Zum Zauberkönig", dem Metzger Oskar von nebenan versprochen. Kurz vor der Verlobung lernt sie den Strizzi Alfred kennen, der von Lotterie, Rennwetten und obskuren Geschäften lebt und sich von der älteren Trafikantin Valerie aushalten lässt. Marianne verliebt

sich in Alfred und zieht zu ihm in seine schäbige Mansarde. Der Vater verstößt sie. Finanzielle Nöte machen sich bemerkbar. Als sie schwanger wird und ein Kind bekommt, wird die aus sentimentalem Überschwang eingegangene Verbindung zusätzlich belastet. Ein Freund Alfreds verhilft ihr zu einer Arbeit im „Maxim", einem zwielichtigen Nachtlokal. Das Kind wird Alfreds Mutter und Großmutter „draußen in der Wachau" zur Pflege übergeben. Als der Zauberkönig mit seinen Nachbarn nach einem ausgedehnten Besäufnis beim Heurigen ins „Maxim" geht, entdeckt er seine Tochter - nackt in einem „lebenden Bild" posierend. Es kommt zum Eklat, der noch größer wird, als ein Gast sich von Marianne bestohlen fühlt und sie ins Gefängnis muss.Wochen später fährt sie in die Wachau, um ihr Kind wiederzusehen und muss erfahren, dass es verstorben ist. Der Liebe Oskars ist nun nicht mehr zu entkommen...

Kleine Dramen, die in der Differenz zwischen echtem Gefühl und falschem Gerede, zwischen Gemütlichkeit und Grauen, Bonhommie und Bestialität nisten: das ist Horváths bösestes, traurigstes und poetischstes Volksstück. Die Uraufführung fand am 2. November 1931 am Deutschen Theater in Berlin statt, mit Peter Lorre, Carola Neher und Hans Moser in den Hauptrollen. Heinz Hilpert inszenierte das Stück des 31-jährigen Horváth als eine Provokation wider Gemüt und Verlogenheit der Kleinbürger - die Kritiker jubelten, die Nazis schäumten. Die österreichische Erstaufführung am 1. Dezember 1948 (bezeichnenderweise als G'schichten aus dem Wiener Wald) hier am Volkstheater geriet - aufgrund des vermeintlich „verzerrten" Wien-Bilds - zu einem der größten Theaterskandale in Österreich nach dem Krieg.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Georg Schmiedleitner
    Bühne: Stefan Brandtmayr
    Kostüme: Elke Gattinger
    Musik:
    Karl Stirner
    Dramaturgie: Hans Mrak

  • Besetzung

    Alfred  

    Marcello de Nardo

    Die Mutter  

    Beatrice Frey

    Die Großmutter  

    Erni Mangold

    Der Hierlinger Ferdinand  

    Günther Wiederschwinger

    Valerie  

    Maria Bill

    Oskar  

    Robert Palfrader

    Havlitschek  

    Christoph F. Krutzler

    Rittmeister  

    Johannes Seilern

    Eine gnädige Frau  

    Johanna Mertinz

    Marianne  

    Katharina Vötter

    Zauberkönig  

    Michael Schottenberg

    Erich  

    Thomas Meczele

    Emma  

    Annette Isabella Holzmann

    Der Mister  

    Thomas Bauer

     
  • Pressestimmen

    "Eine klar gespielte Bosheitssymphonie: Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald im Volkstheater: aus Zeit, Raum und Tradition geworfen, eine mutige, interessante, sympathische Inszenierung des Horváth-Klassikers.

    Palfrader stellt sich uneitel, präzise und mit leiser Gefährlichkeit in den Dienst der Sache. Katharina Vötter spielt diese störrische, dem an ihr reißenden Leben mit stiller Wut gegenübertretende Marianne nach Leibeskräften. Ihr gelingen sehr dichte Momente. Erni Mangold gibt (unterstützt von Beatrice Frey als Mutter) eine atemberaubend präzise, böse, klare, mädchenhaft-teuflische Großmutter. Ihre Szenen - bei anderen Inszenierungen stets neuralgische Punkte - sind Highlights. Ebenfalls großartig: Christoph F. Krutzler als Fleischhauer Havlitschek. Er reduziert die Rolle auf das Allernötigste und wirkt gerade dadurch beängstigend und bedrohlich." (Kurier)

    "Es ist eines von vielen schönen Bildern, die Regisseur Georg Schmiedleitner, sein Bühnenbildner Stefan Brandtmayr und Kostümbildnerin Elke Gattinger auf zu Holz verhärteten Donauwellen gelingen.

    Im Volkstheater stimmen alle Figuren." (Wiener Zeitung)

    "Die Bestie in der Wiener Seele: Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald" im Wiener Volkstheater veranschaulichen, dass die alten Monster überlebt haben. Vötter ist die Entdeckung der Inszenierung von Georg Schmiedleitner - auch, weil man die von Maria Bill perfekt eingelöste Schamlosigkeit ihrer „Valerie" erwartet hat." (Oberösterreichische Nachrichten)

  • Fotos
    • Geschichten aus dem Wiener Wald © Lalo Jodlbauer
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    • Geschichten aus dem Wiener Wald © Lalo Jodlbauer
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