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Dogville

Dogville

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Dogville

Spielstätte: Haupthaus

von Lars von Trier | dramatisiert von Christian Lollike
Österreichische Erstaufführung

Premiere: 15. September 2006

Spielstätte: Haupthaus

Es beginnt harmlos: an einem stürmischen Frühlingsabend verirrt sich die von Gangstern verfolgte Grace in das kleine Städtchen Dogville, irgendwo am Fuße der Rocky Mountains, der letzte Vorposten der Zivilisation vor den Bergen. Der junge angehende Schriftsteller Tom Edison nimmt sich ihrer an und kann seine misstrauischen Mitbürger - allesamt brave, ehrliche Leute - überzeugen, sich in Nächstenliebe zu versuchen und der schönen Fremden Asyl zu gewähren. Das gibt es freilich nicht umsonst - Grace wird, zunächst gegen geringe Bezahlung, Dienstmädchen für alles und alle. Toms Lektionen in Geben und Nehmen scheinen Früchte zu tragen, sein engagiertes Projekt, die Menschen der Stadt zum „richtigen" Leben zu erziehen, scheint voll aufzugehen. Doch bald weicht die kleinbürgerliche Gastfreundschaft umfassender Verrohung. Als die Polizei immer öfter mit Steckbriefen in Dogville auftaucht, beginnt die Stimmung zu kippen. Grace muss sich ihr Aufenthaltsrecht härter erschuften und wird, nach einem Fluchtversuch, an ein eisernes Wagenrad gekettet und mit stählernem Halsband zum sexuellen Freiwild der männlichen Bewohner ...

Dogville ist die Passionsgeschichte einer Frau, die sich im wahrsten Sinne des Wortes verschenkt für die Utopie von Heimat, Geborgenheit, Gemeinschaft. Dogville erzählt aber auch die Tragödie von der Zerstörung eines Glaubens, nämlich des kindlichen Glaubens des Aufgehobenseins bei Menschen, von denen man abhängig ist: Dogville ist universell, eine über allen Zeitläuften schwebende Allegorie. Ihr Thema ist die Unmöglichkeit des Guten in einer verderbten Welt, ist der Mensch an sich, seine Ordnungssucht und Niedertracht, seine Angst vor dem Fremden. Dogville, dieses winzige Dorf irgendwo zwischen dem Kaukasus, den Alpen und den Rocky Mountains, ist ein ganz realer Unort. Der nicht nur von Amerikanern bewohnt wird. Katja Nicodemus

Die Theaterversion basiert auf dem Drehbuch zu Lars von Triers gleichnamigem Film, der 2003 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde; zugleich ist er der erste Teil einer geplanten Amerika-Trilogie, die im Film Manderlay, der vor kurzem in die Kinos kam, ihre Fortsetzung fand. Die deutschsprachige Erstaufführung von Dogville fand im Herbst 2005 am Staatstheater Stuttgart statt.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Georg Schmiedleitner
    Bühne:
    Florian Parbs
    Kostüme:
    Elke Gattinger
    Musik: Ossy Pardeller
    Dramaturgie Hans Mrak

  • Besetzung

    Tom Edison  

      Raphael von Bargen

    Grace  

      Heike Kretschmer

    Thomas Edison sr.  

    Heinz Petters

    Chuck  

    Alexander Strobele

    Vera, seine Frau  

    Claudia Sabitzer

    Jason, ihr Sohn  

    Jakob Immervoll/Alexander Scarimbolo

    Ma Ginger  

    Beatrice Frey

    Gloria, ihre Schwester  

    Inge Altenburger

    Bill Henson  

    Peter Becker

    Liz Henson  

    Jennifer Frank

    Mr. Henson, ihr Vater  

    Peter Vilnai

    Jack MacKay  

    Rainer Frieb

    Ben  

    Thomas Bauer

    Martha  

    Johanna Mertinz

    Der große Mann  

      Gerd Rigauer

    Ein Polizist  

     Günther Wiederschwinger

    Gitarre, Vocals  

    Ossy Pardeller

    Männer  

    Sigmar Kusdas, Günther Wiederschwinger

     
  • Pressestimmen

    "Das Ensemble wirkt exzellent geführt." (Die Presse)

    "Georg Schmiedleitner hat auch hier wieder Bilder geschaffen, die im Gedächtnis hängen bleiben. So hat das 13-köpfige Ensemble die stärksten Auftritte im skurillen Kollektiv von beinahe schon fellinischem Ausmaß. Ein Theaterabend, der von Thematik und Umsetzung her an die Schmerzgrenze geht." (Oberösterreichische Nachrichten)

    "Beeindruckende Tribunalszenen zeigen die Ohnmacht von Grace, die sich (fast) nicht wehren kann. Ein karges, mutiges Stück zum Saisonstart." (Österreich)

    "Der Regisseur Georg Schmiedleitner bringt bei seiner Umsetzung die filmische Vorlage zum Verschwinden und eine der intensivsten und großartigsten österreichischen Theaterproduktionen auf die Volkstheaterbühne. Unglaublich, wie er und die Schauspieler ohne platte Brutaloanwandlungen das hohe Maß der wirkenden Aggressionen umsetzen. Grandios: Heike Kretschmer und Raphael von Bargen als Grace und Tom sowie Alexander Strobele, Heinz Petters und Beatrice Frey." (Kleine Zeitung)

  • Fotos
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein
    • Dogville © Gabriela Brandenstein