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Liebelei

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Liebelei

Spielstätte: Haupthaus

von Arthur Schnitzler
Premiere: 21. Dezember 2006

Spielstätte: Haupthaus

Wien um 1895: Fritz, ein junger Mann der guten Gesellschaft, hat ein Verhältnis mit einer verheirateten Dame. Um ihn abzulenken, arrangiert sein Freund Theodor die Bekanntschaft mit Christine, einem jungen Mädchen aus

der Vorstadt und Freundin von seinem Fräulein Mizi. Hinter der scheinbaren Idylle zeigt sich jedoch schnell die innere Leere und Gefühlskälte der Beteiligten. So führt das amouröse Treffen der beiden Paare zu fatalen Konsequenzen, denn im Gegensatz zu Fritz wird für Christine diese unverbindliche „Liebelei" zur aufrichtigen Liebe. Fritz fällt im Duell mit dem betrogenen Ehemann. Als Christine von seinem Tod erfährt, den er für eine andere erlitten hat, stürzt sie in der Erkenntnis, dass sie für ihren Geliebten nur ein „Zeitvertreib" war, verzweifelt davon - wohl in den Selbstmord.

Schnitzler zeigt uns Menschen, die an der Seelen- und Sinnlosigkeit der Welt zugrunde gehen, denen das Glück abhanden gekommen ist bzw. für die es nur noch als Stillstand, als Verewigung des Augenblicks denkbar ist und die ihre einzige Freiheit im Verlassen finden.Weitab von aller Fin-de-Siècle-Melancholie und allem Wiener-Vorstadtmädel-Weh schrieb er mit Liebelei ein modernes sozialpsychologisches Drama. Wie sein Zeitgenosse Sigmund Freud blickt Schnitzler tief in die inneren Abgründe des Menschen und skelettiert die menschliche Psyche.

Schnitzler: Das ist grausames Wissen um unsere Vergangenheit zwischen den Abgründen und Schwermut über so vieles, das wir wohl vermocht hätten, aber versäumt haben. Heinrich Mann

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Patrick Schlösser
    Bühne:
    Etienne Pluss
    Kostüme:
    Uta Meenen
    Musikalische Einrichtung: Wolfgang Siuda

  • Besetzung

    Hans Weiring, Violonspieler am Josefstädter Theater  

    Erwin Ebenbauer

    Christine, seine Tochter  

    Jennifer Frank

    Mizi Schlager, Modistin  

    Katharina Straßer

    Katharina Binder, Frau eines Strumpfwirkers  

    Heike Kretschmer

    Fritz Lobheimer, junger Mann  

    Till Firit

    Theodor Kaiser, junger Mann  

    Raphael von Bargen

    Ein Herr  

    Paul Matic

  • Pressestimmen

    "Schlösser hat großteils Charaktere geformt, die einem heutigen Blick stand halten. Ihm gelingen treffende Psychogramme." (Kurier)

    "Ein recht beeindruckendes Ensemble" (Oberösterreichische Nachrichten)

    "Diese Liebelei: recht spannend, frisch.

    Großartig: Katharina Straßers Mizi Schlager. (...) Diese Mizi ist ein Schlager. Jennifer Franks Christine hat in ihrem verzweifelten Monolog über den getöteten Geliebten starke Momente. Sehr berührend: Erwin Ebenbauer als Hans Weiring. Hinreißend hinterfotzig: Heike Kretschmer als Strumpfwirkers-Gattin." (Die Presse)

    "Die schwerste Rolle, die hingebungsvoll liebende Christine spielt Jennifer Frank beeindruckend." (Wiener Zeitung)

    "Ziemlich gut ist Wolfgang Siudas Musik.

    Die beiden Dandys Fritz und Theodor (tadellos: Till Firit und Raphael von Bargen) brauchen kein Fin de Siecle-Ambiente, um glaubhaft zu sein." (Kleine Zeitung)

  • Fotos
    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
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    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
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    • Liebelei © Gabriela Brandenstein
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